Der Feldberg oder der Feldbergtaunus stellt den zentralen Teil des östlichen Hohen Taunus und die höchste Erhebung nicht nur des Taunus, sondern des ganzen Rheinischen Schiefergebirges, dar. Er wird deshalb nicht von ungefähr als „Die Höhe“ bezeichnet; für einige der Taunus im eigentlichen Sinne. Mit seinen 880 m Höhe wird am Feldberggipfel die obere Grenze des Laubwaldes erreicht, da ab ca. 800 m natürlicherweise in unseren Breiten die Fichte dominiert. Die Gesteine des Hohen Taunus zeichnen sich durch besondere Härte aus, sie widerstehen im Vergleich zum umgebenden Gelände im Laufe der Jahrmillionen besser der Verwitterung und heben sich dadurch vom Umland ab. Diese Gesteine, wie der Taunusquarzit, sind im Gipfelbereich der Höhenzüge oftmals klippenartig aufgeschlossen.

Blick auf das Feldbergmassiv oberhalb von Königstein. Der Feldberg und der Altkönig stellen hier die höchsten Erhebungen dar. Im Bild gut zu erkennen ist die recht starke Zerlegung des Taunus in einzelne Kleinschollen. Auf der linken Bildseite ist der Eppsteiner Horst mit einer steilen Bruchkante gegen die Hornauer Bucht abgesetzt. Eine ähnliche Bruchstufe findet sich nördlich des Feldbergs, wo sich der östliche Hintertaunus gegen die Idsteiner Senke, die sich nördlich des Eppsteiner Horstes befindet, erhebt. Die beiden genannten Linien folgen in ihrer Richtung mehr oder weniger dem Verlauf des Oberrheingrabens, man nennt diese Richtung deshalb auch rheinisch. Senkrecht dazu steht die variskische Streichrichtung, die dem Verlauf des Taunushauptkammes folgt. Eine dieser Bruchstufen findet sich im Bild in der rechten oberen Ecke, wo sich der hohe Taunus gegen das Usinger Becken absetzt. Die rheinische und die variskische Richtung sind in ganz Mitteleuropa in den Strukturen der unterschiedlichsten Landschaften zu finden.