Wiesbaden liegt am südlichen Taunusrand, zwischen Taunuskamm und Rhein, der hier nach Westen abknickt. Die Stadt befindet sich landschaftlich überwiegend im Main-Taunusvorland, nur die höher gelegenen Gebiete sind Teil des Taunus, genauer gesagt des Vortaunus. Die sich in der Wiesbadener Bucht erstreckende Stadt ist durch ihre heißen Quellen (Thermalquellen) bekannt, die aufgrund der hier verlaufenden Bruchlinien (tiefe Risse in der Erdkruste) zustandekommen. Diese Bruch- oder Verwerfungslinien stehen in Verbindung mit dem Oberrheingraben, der im Bereich von Wiesbaden gegen den stark ansteigenden Taunusrand endet und dessen Bruchstruktur sich in verschiedenen Richtungen weiter nach Norden fortsetzt.


© CNES/SPOT Image 1992-1994

Die Lage der Stadt wird auch als Wiesbadener Kessel bezeichnet, der durch die ausräumende Kraft von vier Taunusbächen, die sich im Kessel vereinigen, entstanden ist.

Die grünen Linien deuten den Verlauf des Hohen Taunus (Taunuskamm) an, der genau betrachtet aus zwei parallel verlaufenden Gräten besteht. Der Bereich südlich des Hohen Taunus wird als Vortaunus bezeichnet. Die Stadt liegt somit in einem Übergangsbereich zwischen dem Taunusvorland und dem Vortaunus. Die Gesteine des Mainzer Becken, die den Untergrund des Taunusvorlandes aufbauen, sind im Dyckerhoff-Steinbruch zu erkennen, wo für die Zementherstellung der anstehende Kalk abgebaut wird.